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Slavuljica, Marita
Giacomo Casanova
Die Geschichte seines Lebens

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2006. 204 S.
Dialoghi / Dialogues, Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs Bd. 11
Herausgegeben von Hoeges Dirk      Online bestellen
ISBN 978-3-631-55316-9 br.
Peter Lang Verlag, Frankfurt/M. u.a. 2006

"Giacomo Casanova (1725-1798) gilt als Inbegriff des Frauenhelden. Einschlägig ist die Vorstellung, er habe die Geschichte seines Lebens zum Ausgleich altersbedingten Abenteuermangels geschrieben. Die Analyse des Textes zeigt anderes. Nuancierte Erzählkunst, differenzierter Formwille und intellektuelles Bewusstsein: zu sehen ist der Schriftsteller Casanova. Seine literarische Kreativität geht nicht in der Dokumentation vergangener Zeiten und verlorener Amouren auf, sondern zielt auf Vermittlung menschlicher Lebenstotalität in einer Epoche, die von Widersprüchen und Erosionen gezeichnet ist. Der Zeit verhaftet und über sie hinaus, alle Sinne in höchster Aufnahmebereitschaft, jedes Risiko eingehend, mit Gefühl für das Absurde der Existenz, begeistert wie bitter und stets mit Esprit lässt er das 18. Jahrhundert im Medium seiner Lebensgeschichte zu Literatur werden." Klappentext.

Aus dem Inhalt:
Casanova und das Unternehmen der Histoire de ma vie - Präsentation und Komposition - Der Titel: Das Konzept histoire oder Casanovas Antwort auf Rousseau - Das Programm: « ma vie est ma matière, ma matière est ma vie » - Die Umsetzung: Geschehen, Anlage und Formen der histoire - Anspruch und Mittel - « digne d'être écrit » : Die literarische Würde eines Lebens - Der ideale Leser: Ein Salamander in guter Gesellschaft - Das Leben sehen und begreifen: histoires und scènes - Techniken - Erzählen und erzählen lassen: die histoire de Pauline - Inszenierungen: Voltaire oder die Aufhebung der Perspektive - Auftritte: Maria Theresia und Katharina die Große, Todsünden und der Tod - Der moderne Casanova.