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Christina
Rohwetter Zur Typologie des Herrschers im französischen Humanismus
Le Livre de l'Institution du Prince von Guillaume Budé. Dialoghi/Dialogues.
Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs. Band 7 Frankfurt/M.,
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2002. ISBN: 3-632-39768-2
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Guillaume
Budé (1468-1540), bedeutendster französischer Humanist, schuf
mit Le Livre de l'Institution du Prince, 1519 für König
Franz I. geschrieben, sein einziges Werk in französischer Sprache.
In konkreter Distanzierung von der Forschungslage zeigt diese Studie,
daß Budé alle Möglichkeiten der von ihm gewählten
Gattung des Fürstenspiegels zu nutzen weiß. Mittels rhetorischer
Stra-tegien inszeniert er eine Begegnung zwischen Humanist und Herrscher
auf gleicher Ebene und entwirft eine moderne Herrschertypologie, die zentrale
Elemente des traditionellen Fürstenverständnisses überwindet
und bereits manche Züge des späteren absolutistischen Herrschers
aufweist. Darüber hinaus werden Monarchie und Königtum bei Budé
zunehmend säkularisiert. Königliche Allmacht ist nicht mehr
nur sakral legitimiert; der Herrscher verdankt seine Autorität vielmehr
der Per-fektio-nierung seiner diesseitigen Existenz durch historische
und literarische Bildung. Als moderner Apoll erhebt er die Reprä-sentanten
der humanistischen Wissenschaften in den Rang seiner Verbündeten
im Kampf um die kulturelle und politische Hegemonie Frankreichs. Le
Livre de l'Institution du Prince markiert die Geburtsstunde des Königs
von Frankreich als Père de la Renaissance. Aus
dem Inhalt: Guillaume Budé und der französische Humanismus;
Franz I. - "Père de la Renaissance": Politik und Selbstverständnis,
Künstler und Gelehrte im Dienst der Macht; Le Livre de l'Institution
du Prince: eine Herrschaftskonzeption zwischen Tradition und Moderne:
Gattung und Form, Widmungsbrief; Das Herrscherbild Guillaume Budés:
Tugenden des roi très chrétien; Der König als
Gelehrter und Mäzen; Budé, Cicero und Cäsar; Der roi
Musegetes
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